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Aufzeichnungsverfahren

Die MOBOTIX-Kameras bieten die Möglichkeit, zwischen drei unterschiedlichen Aufzeichnungsbetriebsarten zu wählen:

  • Ereignis-Clip mit variabler Bildrate und Ton,
  • Daueraufzeichnung mit Hochschaltung der Bildrate bei Ereignis inklusive Ton.
  • Einzelbild ohne Ton mit Vor- und Nachalarmbildern,

Die Aufzeichnung erfolgt immer im Ringpuffer-Verfahren, das heißt, die Kamera selbst löscht gegebenenfalls alte Bilder, falls der Speicherplatz knapp wird oder die eingestellte Vorhaltezeit überschritten ist. Die Bilder werden entweder in der Kamera oder auf einem PC/Server gespeichert. Es müssen keine zusätzlichen Plugins installiert werden, da die MOBOTIX Kameras die Bild- und Audiodateien eigenständig verarbeiten.

Camera Funktionen

Die Aufzeichnungsverfahren sind unabhängig von der gewählten Kodierungsart (JPEG, MxPEG). Die höchste Bildrate und effektivste Speicherung lässt sich allerdings mit dem MOBOTIX eigenen MxPEG-Verfahren erzielen.

Parallel zu einer Ereignis-gesteuerten Aufzeichnung können zyklisch Historienbilder im Ringpuffer abgespeichert werden. Ihr Bildformat kann sich bei Bedarf vom Livebild unterscheiden. Damit besteht die Möglichkeit, beispielsweise zu einer ereignisgesteuerten Video-/Audio-Aufzeichnung im VGA-Format zusätzlich noch alle 10 Minuten ein Megapixelbild zu speichern.

Ereignis-Clip mit Audio

Im Ereignis-Clip-Verfahren wird ein Video- und Audioclip variabler Länge aufgezeichnet. Die Bildrate kann bis zu 25 Bilder pro Sekunde betragen. Dieses Verfahren ist die Standardbetriebsart der Sicherheitstechnik und startet nur dann eine Aufzeichnung, wenn tatsächlich Ereignisse, also beispielsweise Bewegungen, im Kamerabild eintreten. Mit einem Vorlauf von bis zu 10 Sekunden können auch die Vorgänge vor einem Ereignis aufgezeichnet werden. Unabhängig von der eingestellten Live-Bildrate lässt sich die Speicherbildrate den Erfordernissen und dem zur Verfügung stehenden Speicherplatz anpassen.

Die Ereignis-Clips werden in Teilstücken (Dateien) von maximal 10 Sekunden Länge auf dem PC in einem Ordner der Ringpuffers gespeichert. Damit reduziert sich die Dateianzahl gegenüber einem vergleichbaren Einzelbild-Verfahren mit Vor- und Nachalarm-Bildern stark. Die Effizienz des Aufzeichnungs-PCs erhöht sich zirka um den Faktor 10 gegenüber dem alten Verfahren. Da der interne Kamera-Zwischenpuffer die Netzwerk-Spitzenbelastung zusätzlich verringert, können ereignisgesteuert durchaus 100 Kameras ihre Bilder auf einen einzigen PC speichern.

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Daueraufzeichnung mit ereignisgesteuerter Bildrate

Im Daueraufzeichnungs-Verfahren erfolgt während der eingestellten Wochenzeit – also beispielsweise montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr – eine kontinuierliche Aufzeichnung. Die Speicherbildrate kann unterschiedlich zur Livebildrate von 0,2 bis 25 Hz eingestellt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei einem Ereignis die Bildrate automatisch anzuheben. So kann zum Beispiel eine Daueraufzeichnung mit einer Bildfolge von fünf Sekunden (0,2 Hz) gewählt werden, um dann bei Detektion eines Ereignisses die Aufzeichnung auf 25 Bilder pro Sekunde hochzuschalten.

Der Videostrom wird im Ringpuffer in übersichtlichen Teilstücken von 10 Sekunden Länge gespeichert. Mit diesem effizienten Verfahren können rund 30 Kameras gleichzeitig einen Live-Videostrom mit 25 Bildern pro Sekunde inklusive Ton auf einem Standard-PC (P4, 3.2 GHz) aufzeichnen.

Ist die Aufzeichnung einer größeren Kameraanzahl erforderlich, können jederzeit einfach weitere Geräte oder Server hinzugefügt werden. In Verbindung mit einem leistungsfähigen Server-PC und einem Raid-Plattensystem lässt sich die Kameraanzahl pro Server durchaus steigern. Gegenüber der klassischen Aufzeichnung mit einer zentralen PC-Software ist das MOBOTIX-Verfahren gerade bei der Aufzeichnung von hohen Bildraten sehr effizient und überlegen.

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Einzelbild mit Vor- und Nachalarm

Im Einzelbild-Verfahren wird die zum Ereignis vorliegende Aufnahme als einzelnes JPEG-Bild jeweils in einer separaten Datei gespeichert. Zusätzlich können bis zu 50 Vor- und Nachalarm-Bilder mit festem zeitlichen Abstand in einzelnen Dateien abgelegt werden. Diese Bilder (Dateien) werden dann in einem Ordner im Ringpuffer zusammengefasst, der als Name die Nummer des Ereignisses erhält.

Die Vorteile des Einzelbild-Verfahrens liegen in der geringen Speicherkapazität für das Einzelbild sowie dem möglichen großen zeitlichen Abstand zwischen den Vor- beziehungsweise Nachalarm-Bildern von bis zu 10 Minuten. Da die Bilder als separate JPEG-Dateien abgelegt werden, kann auf sie nicht nur mit den integrierten Playback-Funktionen über den Browser, sondern auch direkt per Hand oder durch andere Programme über das Dateiverzeichnis zugegriffen werden. Das Einzelbild-Verfahren hat allerdings den Nachteil, dass bei vielen Vor- und Nachalarm-Bildern und sehr häufigen Ereignissen mehrerer Kameras der Server stärker belastet wird als bei den anderen beiden Verfahren.

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