Internet-Anschlussmöglichkeiten
Die MOBOTIX-Kameras sind vollständig über das Internet administrierbar und unterstützen Routing-Funktionen sowie DynDNS. Im Internet können die Kameras grundsätzlich in sechs unterschiedlichen Funktionen per FTP- beziehungsweise SMTP-Protokoll betrieben werden. Mit dem standardmäßig integrierten ISDN-Anschluss wählt sich die Kamera dazu auch selbstständig ins Internet ein:
- Live: Die Kamera ist über einen Router (DSL etc.) mit einer statischen (fixen) IP direkt mit dem Internet verbunden. Aufgrund des großen RAM-Speichers und einer speziellen internen Architektur des Kamera-Webservers lassen sich 25 Nutzer simultan bedienen. Über die integrierte DynDNS-Funktionalität und in Verbindung mit einem öffentlichen DynDNS-Server kann die Kamera auch an einem DSL-Anschluss mit dynamischer IP über einen festen Namen erreicht werden.
- Homepage aktualisieren: Sollen die Bilder der Kamera einem größeren Publikum zur Verfügung gestellt werden, leitet man sie oft aus Kostengründen über einen Internet-Server. Dazu wählt die Kamera sich wie ein PC automatisch ins Internet ein und ersetzt per integriertem FTP-Programm selbstständig die zuvor spezifizierte Bilddatei (z.B. myImage.jpg) auf der angegebenen Homepage. Typischerweise werden die Bilder dort auch zwischengespeichert, wenn "echte" Livebilder aus rechtlichen Gründen nicht möglich oder einfach unerwünscht sind. Der Bildtransport kann zeitgesteuert (Timetask-Funktion), ereignisgesteuert (Event-Steuerung) oder kombiniert ausgelöst werden.
- Stundenverzeichnis anlegen: In manchen Internet-Anwendungen soll stündlich ein neues Bild angezeigt, dabei aber die letzten 24 Stunden gespeichert und im Zugriff gehalten werden. Diese Aufgabe kann die Kamera direkt ausführen, denn sie bietet die Option, auf der Homepage mehrere Bilddateien (filename hh.jpg) mit codierter Stunde ( hh) anzulegen, die dann am nächsten Tag zur entsprechenden Uhrzeit überschrieben werden. Ein Beispiel für eine solche Anwendung finden Sie hier.
- Ereignisse dokumentieren: Sollen Bilder von Ereignissen über einen längeren Zeitraum archiviert werden, können die MOBOTIX-Kameras diese Bilder automatisch in einem zeitlich strukturierten Ordner-Verzeichnis ablegen, wobei sie das Ordnerverzeichnis auf dem Server selbstständig anlegen. Es ist beispielsweise möglich, ein Bild vom 22. August 2004 gegen 17:45:33 in den Ordner mit folgendem Dateinamen auf dem Server abzulegen: cameraName/2004/08/22/17/filename.jpg. Die Datei kann dabei auch automatisch mit "m040822174533.jpg" benannt werden ("m"yymmddhhmmss".jpg"). Weitere Informationen finden Sie unter FTP.
- Ereignisse auslagern: Die im internen Ringspeicher aufgezeichneten Ereignisse und Bildsequenzen können als gezippte Datei zyklisch über das Internet ausgelagert werden. Dabei wird ein HTML-Player als Indexdatei mit eingepackt, sodass zum späteren Abspielen keine spezielle Software notwendig ist.
- E-Mail versenden: Die MOBOTIX-Kameras bieten die Möglichkeit, bei Ereignissen oder zeitgesteuert E-Mails mit dem aktuellen Kamerabild zu versenden.
Alle Aktionen der Kamera können zeitgesteuert oder ereignisgesteuert ausgeführt werden. Mit dem integrierten Videobewegungssensor lässt sich beispielsweise ein Bild genau dann transferieren, wenn eine Person durch die Bildszene läuft.
Im LAN ist eine FTP-Speicherung weniger zweckmäßig, denn hier kann die direkte PC-Server-Speicherung (Windows, Linux) mit dem in der Kamera bereits integrierten Videomanagementsystem genutzt werden. Die Kamera erhält in diesem Fall einen Ordner von einem über das Netzwerk erreichbaren PC und verwaltet in diesem selbstständig ihren Langzeit-Ringpuffer. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ringpuffer-Speicherung.
