Moderne Sicherung von Tankstellen
Vorfahrt für Netzwerkkameras
Tradition verpflichtet
"Die meisten unserer 800 Autohaus-Kunden kennen wir persönlich. So können wir jedem einen ganz individuellen Service bieten und uns außerdem von unseren größeren Wettbewerbern unterscheiden." Für Heinrich Krawietz, Mitinhaber und Geschäftsführer von Auto-Schöttle in Stuttgart-Botnang, ist konsequente Kundenorientierung nicht nur eine moderne Floskel. In seinem Autohaus gilt ein gegebenes Wort genauso wie eine schriftliche Vereinbarung. Fleiß, Sparsamkeit, Vertrauen, Ehrlichkeit und Offenheit sind Tugenden, die täglich gelebt werden. Damit führt der KFZ-Meister gemeinsam mit seinen 15 Mitarbeitern eine Tradition fort, die vor über 50 Jahren begründet wurde.
Eine schwäbische Geschichte
Am 2. Mai 1950 eröffnete Matthäus Schöttle in Botnang eine KFZ-Werkstatt. Bereits wenige Jahre später (1955) kam die Aral-Tankstelle hinzu und 1956 schloss der emsige Schwabe mit der damaligen Daimler-Benz AG einen Vertrag über die Vermittlung von Personenwagen und LKW. Anfang der 60er Jahre trat Heinrich Krawietz in das Unternehmen ein und übernahm 1975 die Geschäftsführung. Im Laufe der Zeit wuchs der Betrieb, so dass immer wieder Neu- und Umbauten erforderlich waren: Die Tankstelle wurde komplett erneuert und erhielt einen kleinen Shop. Die Werkstatt verfügt inzwischen über sechs Montageplätze mit vier Hebebühnen und zwei Arbeitsgruben. 2004 schließlich verlängerte die DaimlerChrysler AG den Werkstattvertrag und verlieh dem Autohaus den Status eines "Autorisierten Servicepartners für Mercedes Benz Personenwagen".
Begehrte Marke
Weil Fahrzeuge dieser Marke Begehrlichkeiten wecken und Tankstellen in puncto Sicherheit eher zu den kritischen Zonen gehören, hat sich Heinrich Krawietz zur Absicherung seines Betriebes für MOBOTIX-Netzwerkkameras und damit für ein Überwachungssystem entschieden, das keine Wünsche – und auch keine Sicherheitslücken – offen lässt.
Kritische Zone
Die Kombination Tankstelle/Autohaus ist heute selten geworden. Heinrich Krawietz betrachtet den Tankbetrieb jedoch als eine zusätzliche Möglichkeit, neue Kunden für den Werkstattbereich zu gewinnen. Allerdings birgt gerade die Tankstelle ein Sicherheitsrisiko. Denn mit den ständig steigenden Spritkosten hat auch der Benzin-Diebstahl in den letzten Jahren zugenommen. Um den so genannten Tank-Flitzern keine Chance zu bieten, wurden bereits 1993 zwei kleine analoge Überwachungskameras mit jeweils einem Mini-Bildschirm installiert. "Allerdings hatten diese Kameras keine Aufzeichnungsfunktion. Eigentlich hätten wir die Bildschirme ständig beobachten müssen", berichtet Heinrich Krawietz.
Sinnloser Einbruch
Diese Überwachungsleistung reichte offensichtlich nicht aus. "Außerdem kam es hin und wieder vor, dass nachts heimlich alte Reifen oder Altölkanister auf dem Gelände der Tankstelle entsorgt wurden", erzählt der Geschäftsführer. "Und da wollten wir schon gerne wissen, wer den Betrieb als Deponie missbraucht." Als dann noch im Sommer 2003 wegen läppischer 35 Euro die Geldbox an der Staubsauger-Station aufgebrochen wurde, entschied man sich schließlich für die Anschaffung eines neuen, leistungsfähigen Kamerasystems.
Ideale Vorraussetzungen
Aufgrund eines Werbebriefes nahm Heinrich Krawietz Kontakt zu MOBOTIX auf. Das Kaiserslauterer Unternehmen wiederum bat seinen Partner IBC (www.housewebcam.de), vor Ort mögliche Lösungen vorzustellen. IBC-Inhaber Norbert Raif präsentierte die MOBOTIX-Technologie, demonstrierte die vielfältigen Features und Anwendungsmöglichkeiten und installierte eine Versuchsstellung für den Probebetrieb. Dabei zeigte sich, dass die Netzwerkkameras für den Tankstellen-Alltag ideale Voraussetzungen bieten: "Ich hatte ganz konkrete Vorstellungen davon, was ein Kamerasystem in meinem Betrieb leisten sollte”, erläutert Heinrich Krawietz. "Und die MOBOTIX-Lösung erfüllte alle meine Erwartungen." Besonders beeindruckt war der Geschäftsführer von den umfangreichen Aufzeichnungsfunktionen, der präzisen Ereignissteuerung und der bequemen Darstellung der Kamerabilder am Computerbildschirm. Die Ereignissteuerung hat den Vorteil, dass nur die Sequenzen aufgezeichnet werden, in denen tatsächlich etwas geschieht. Das spart Speicherkapazität und verkürzt die Suchzeit. Diese vorbildlichen Eigenschaften führten schließlich dazu, dass gleich drei Kameras geordert und installiert wurden.
Kein Bändertausch
Ergänzend zu der bereits in den MOBOTIX-Kameras integrierten Aufzeichnungsfunktion konzipierte IBC ein autarkes Netzwerk mit einem Standard-PC als File-Server. Der Grund: "Wenn eine Kamera entwendet wird, sind die Bilder trotzdem sicher", erklärt Norbert Raif. "Und außerdem können wir die Ereignisse so auch über einen längeren Zeitraum hinweg aufzeichnen." Derzeit werden die Kamerabilder immerhin fünf Tage gespeichert. Anschließend überschreibt das System automatisch die älteren Sequenzen. "Das ist zum Beispiel ein Grund, warum wir uns nicht für eine analoge Kamera mit Bandaufzeichnung entschieden haben", unterstreicht Heinrich Krawietz. "Da hätten wir regelmäßig die Bänder tauschen müssen."
Digital ist optimall
Weitere Vorteile gegenüber der analogen Technik: Weil nur tatsächliche Ereignisse aufgezeichnet werden, gibt es keinen "Leerlauf". Dadurch wird ganz effektiv Plattenspeicher gespart. Und: Im Fall eines Falles kann man die entsprechenden Bilder ohne langen Banddurchlauf anhand der Datums- und Zeitangaben schnell finden und in hoher Qualität kurzfristig per E-Mail an die Polizei weiterleiten. MOBOTIX-Kameras lassen sich direkt mit dem Internet verbinden und über den Browser steuern. In dem installierten Netzwerk wäre auch die Einwahl über einen ISDN-Router möglich. So könnte man sich bei einem Alarm außerhalb der Öffnungszeiten via Internet von zu Hause aus erst einmal ein Bild von der Lage vor Ort machen.
Komplett überwacht
Die drei Kameras reichen aus, um den kompletten Tankstellenbereich zu überwachen: Eine Kamera nimmt die Zapfsäulen ins Visier, eine zweite ist auf die Staubsauger-Station gerichtet, und eine dritte kontrolliert das Innere des Shops. Dank der Ereignissteuerung beginnen die Kameras erst dann mit der Aufzeichnung, wenn es eine Bewegung in vorab definierten Feldern gibt. Dadurch wird nicht zuletzt auch Speicherplatz gespart. "Für uns hat diese Anordnung außerdem den Vorteil, dass der Shop nicht permanent besetzt sein muss", erklärt Heinrich Krawietz. "Die Arbeiten an der Kasse können von einer Büro-Mitarbeiterin mit erledigt werden, weil sie über den Monitor an ihrem Arbeitsplatz immer einen direkten Einblick in den Shop hat."
Zur Nachahmung empfohlen
Seitdem die Kameras installiert sind, hat es keinen unangenehmen Vorfall mehr gegeben; ein Indiz dafür, dass die Lösung auch präventiv wirkt. Im Autohaus denkt man nun über die Installation einer vierten Kamera nach. Heinrich Krawietz: "Auf der Rückseite des Gebäudes stehen vor der Werkstatt viele Kunden-Autos, die besser vor Diebstahl geschützt werden sollen. Am günstigsten und effektivsten würde dies mit einer weiteren Kamera geschehen." Übrigens: Die vorbildliche MOBOTIX-Lösung ist auch aus Sicht des Südwestrundfunks unbedingt nachahmenswert. In der Landesschau Baden-Württemberg erschien im Dezember 2003 ein ausführlicher Beitrag zum Überwachungskonzept bei Auto-Schöttle.
Verwendete Hardware
Kameras: 2 M1D-IT (Dual-Kameras mit Standard-Weitwinkel- und Teleobjektiv (12 MB Speicher)), 1 M1Mi-SECURE (Single-Kamera mit Standard-Weitwinkelobjektiv für den Innenbereich (32 MB Speicher)) |