Ringpuffer-Speicherung
Eine der wesentlichen Eigenschaften der MOBOTIX-Kameras ist die Möglichkeit, ihre Aufnahmen als direkte Ringpuffer-Speicherung auf einem PC oder Server abzulegen. Dies bedeutet, dass jede Kamera selbstständig und ohne Zusatzsoftware auf dem PC einen ihr in Form eines Ordners zugewiesenen Speicherplatz verwaltet. Die maximale Speichergröße für den Langzeit-Ringpuffer einer Kamera auf dem PC kann mehrere Hundert Gigabyte betragen und wird in der Kamera eingestellt.
Bei der Ringpufferspeicherung löschen die MOBOTIX-Kameras automatisch und eigenständig alte Aufnahmen, wenn Platz benötigt oder aber die Verfallszeit der jeweiligen Ereignisaufnahme überschritten wird. Die Geräte unterstützen sowohl PCs und Server mit Linux- als auch mit Windows-Betriebssystemen.
Einfachere Konzeption und höhere Performance
Diese direkte und Ereignis-gesteuerte Aufzeichnung von Video- und Audio-Clips mit variabler Aufzeichnungslänge optimiert den Speicherbedarf und gilt als einer der größten Vorteile der MOBOTIX-Kameras. Die Möglichkeit, die Speicherung von Aufnahmen ohne Software-Installationen auf dem PC und direkt durch die Kamera vorzunehmen, vereinfacht die Systemkonzeption großer Videoüberwachungsanlagen entscheidend.
Gegenüber klassischen Kameralösungen mit einem zentralen PC sowie einer separaten Videomanagement-Software besitzt die MOBOTIX-Technologie folgende Vorteile:
- geringere Systemkosten,
- eine höhere Performance,
- eine geringere Netzwerklast,
- wesentlich höhere Ausfallsicherheit
- und eine unbeschränkte Erweiterbarkeit des Kamerasystems.
Darüber hinaus verfügen alle MOBOTIX-Kameras mit Ausnahme des Basic-Modells über ein integriertes Videomanagement-System inklusive einer Datenbank zur Verwaltung der gespeicherten Bilder. Durch diese Konzeption können die Kameras eigenständig folgende Funktionen durchführen:
- Speicherung von Einzelbildern und Videoströmen im Ringpuffer auf einem PC oder Server,
- Löschen der Bilder falls der Ringpuffer voll ist oder die Bilder ein vordefiniertes Alter erreicht haben,
- Abspielen der Aufzeichnungen von jedem PC im Netzwerk über den Browser,
- Bildsuche nach Datum/Uhrzeit oder nach Ereignissen von jedem PC im Netzwerk über den Browser,
- Archivierung und Download (Winzip-File) eines Ereignisbereiches auf jeden PC im Netzwerk über den Browser,
- Anzeige und Verwaltung mehrerer Live-Kameras (Multiview) sowie deren aufgezeichneter Bilder in einem einzigen Browser-Fenster.
All diese Funktionen können von den MOBOTIX-Kameras parallel ausgeführt werden. Das integrierte Videomanagement-System ist lizenzfrei und mehrbenutzerfähig.
Zwischenpuffer schützt gegen Netzwerk-Überlastung oder -Ausfälle
Unabhängig von der Speicherart puffern die MOBOTIX-Kameras eine Aufzeichnung immer in ihrem internen Ringpuffer zwischen. Damit können Netzwerkausfälle von einigen Minuten, eine kurzzeitige Wartung der Netzwerkkomponenten oder selbst ein Austausch und Neustart des Aufzeichnungs-PCs ohne Datenverluste überbrückt werden. Mit dieser Technik weisen die MOBOTIX-Kameras einen entscheidenden Sicherheitsvorteil gegenüber der weit verbreiteten zentralen Aufzeichnung mittels einer PC-Software auf.
Ausfälle von Kameras oder des Aufzeichnungs-PCs werden zudem von den MOBOTIX-Kameras im Netz wechselseitig registriert, per Signalanzeige (LED, Sprachausgabe) angezeigt oder per E-Mail beziehungsweise Telefonanruf dem Administrator gemeldet. Alle Einstellungen des PCs (Netzwerk-Adresse, maximale Speicherbelegung, Verfallszeit) erfolgen einfach über den Browser im Administrationsmenü der Kamera.

