Tag & Nacht
Die MOBOTIX-Kameras sind für brillante Farben im Tageslicht optimiert. Da der CMOS-Sensor der Kamera eine gute Infrarot-Empfindlichkeit (IR) besitzt, muss der IR-Lichtanteil über einen bereits integrierten IR-Sperrfilter im Objektivgehäuse ausgefiltert werden. Ohne diesen Sperrfilter würde die Kamera Fehlfarben anzeigen, beispielsweise würden grüne Blätter weißlich dargestellt werden. Das IR-Niveau ist bei Dämmerung oder in Halogen-Licht sehr hoch. Um dieses IR-Licht unter solchen Bedingungen auszuschöpfen, um die Bildqualität zu verbessern, bietet MOBOTIX eine Nachtversion der Objektive ohne IR-Sperrfilter. Diese kann auch am Tag genutzt werden, weist dann aber Fehlfarben in Verbindung mit dem Farbsensor auf.
Aus diesem Grund bietet MOBOTIX seine Kameras auch in Day & Night-Versionen an, die über zwei CMOS-Bildwandler (einen in Farbe und einen in Schwarz-weiß) verfügen. Die Night-Seite der Kamera besitzt im Gegensatz zur Farbseite keinen IR-Sperrfilter im Objektivgehäuse und einen nochmals empfindlicheren Schwarz-weiß-Sensor. Bereits in der Dämmerung beträgt der Gewinn der Night-Seite rund Faktor 10. Insbesondere in Verbindung mit der Möglichkeit, die Belichtungszeit auf eine Sekunde zu verlängern, entstehen so kontrastreiche Nachtaufnahmen.
Mechaniklose Umschaltung
Die Umschaltung zwischen den Day&Night-Objektiven erfolgt bei den Secure-Kamera-Modellen je nach Helligkeit automatisch auf elektronischer Basis. Dies stellt einen großen Vorteil gegenüber Day & Night-Systemen anderer Hersteller dar, die nur einen einzigen (Farb-) Sensor nutzen und den Filter mechanisch umschalten. Dank der mechaniklosen Umschaltung unterliegen die MOBOTIX-Kameras keiner Abnutzung und müssen (fast) nie gewartet werden.
Beleuchtung
In Innenbereichen kann ein 20 qm großer Raum bereits mit einem 10 Watt IR-LED-Strahler für die Aufnahme "tagheller" Bilder ausgeleuchtet werden. Die besten Ergebnisse lassen sich mit einer indirekten, an die Decke gerichteten IR-Beleuchtung erreichen. Wenn ein geringes sichtbares Licht nicht stört oder gar als Notlicht, wie beispielsweise in Krankenhäusern, erwünscht ist, kann auch gedimmtes Halogenlicht verwendet werden.
In Außenbereichen kommen ebenfalls Standard-Halogenstrahler oder echte IR-Strahler zum Einsatz. Im allgemeinen ist die Beleuchtung dort schwieriger einzurichten, weil eine gleichmäßige Ausleuchtung meist nicht möglich ist und manche Objekte IR-Licht stärker reflektieren als andere (Nummernschilder, Gesichter). Sollen Objekte nur detektiert und nicht identifiziert werden, ist eine Ausleuchtung von der Kameraposition aus ausreichend. Andernfalls muss seitlich von der Kamera (> 2 m) beleuchtet werden, um direkte Reflektionen zu vermeiden.
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