Das Snow Centre in Hemel Hempstead, UK
Mit Netzwerkkameras alles im Blick
Wintersport das ganze Jahr über
Die perfekte Piste, der perfekte Schnee, der perfekte Ort: Das Snow Centre in Hemel Hempstead ist die neueste Wintersporthalle in Großbritannien. Bei traumhaften alpinen Verhältnissen können sich Ski- und Snowboard-Fahrer auf eine 160 Meter lange Hauptpiste sowie die größte überdachte Übungspiste in Vereinigten Königreich freuen. Beide Hänge sind über 30 Meter breit und verfügen über perfekten Schnee. Das Snow Centre beschäftigt hoch qualifizierte Lehrer und Trainer, die Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und auch angehende Olympiateilnehmer anbieten. Die Anlage wurde als Kompetenzzentrum der britischen Vereinigung für Wintersportlehrer (BASI) ausgewählt. Neben den Pisten verfügt das Snow Centre über drei klimatisierte und barrierefreien Konferenzräume für bis zu 32, 45 oder 55 Personen, die für Firmenveranstaltungen gebucht und bewirtet werden können. Alle Konferenzräume sind mit Beamer, Fernseher, DVD-Player und WLAN ausgestattet.
Die Idee zu dem Projekt stammte von David Surrey, der 1978 am gleichen Ort eine Außenpiste aus Kunststoff bauen ließ. Während der nächsten 30 Jahre bot das alte Hemel Ski Centre eine der besten Trockenpisten Großbritanniens. Der Bau der neuen, hochmodernen Anlage begann 2008 unter Leitung des Bauunternehmens McAlpine. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 23 Millionen Pfund. Die 2.300 m² große Anlage mit einem Parkplatz für 250 Fahrzeuge wurde im Mai 2009 eröffnet und verzeichnet in Spitzenzeiten bis zu 10.000 Besucher pro Woche. Prominente Gäste des Snow Centre sind der World Cup-Skiläufer Ed Drake, der blinde Abfahrtsläufer Kevin Alderton, der Ski-Mountainbiker Fin Paton sowie der Olympia-Skiläufer Alain Baxter.
Sichere Pisten
In Anbetracht der Größe und Bekanntheit des Snow Centre ist Sicherheit von zentraler Bedeutung. Bereits bei ersten Besprechungen mit Architekten und der Baufirma wurde großer Wert auf die Frage gelegt, wie sich die Innen- und auch Außenbereichen des Snow Centre zuverlässig und unauffällig schützen ließen.
Besonders wichtig ist hierbei die "Snow Box", die die beiden Hauptpisten sowie 80 Tonnen Schnee enthält, die bei -2 °C gekühlt werden müssen. Das Gebäude ist mit einer isolierenden Membranschicht ausgestattet, was die Verlegung neuer Kabel zu einer schwierigen und kostspieligen Aufgabe macht. Alle Überwachungskameras in diesem Bereich müssen auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig funktionieren und trotz des blendend weißen Schnees einwandfreie Bilder liefern.
David Surrey, der kaufmännische Leiter des Snow Centre, erklärt: "Das Überwachungssystem sollte nicht nur hohe Qualität und Zuverlässigkeit bieten, sondern auch die gesamte Anlage von der Snow Box bis hin zum Parkplatz und der Haupteinfahrt kontrollieren können. Wir hatten bereits bei einem früheren Projekt mit Switchnet zusammengearbeitet und das Unternehmen als primären IT‑Zulieferer für die IT- und AV‑Systeme im Snow Centre ausgewählt. Darum haben wir uns von Switchnet beraten lassen."
Leistungsfähiges Komplettsystem
Switchnet ist ein führender Integrator für Netzwerkservices, der sich auf die Entwicklung und Unterstützung von Netzwerkinfrastrukturen spezialisiert hat. Das Unternehmen ist ein hoch angesehener MOBOTIX-Partner, setzt auf Produkte verschiedener Anbieter und weist umfangreiche Erfahrungen mit den Überwachungssystemen und Netzwerken unterschiedlicher Hersteller auf. Auf dieser Basis hat das Projektteam von Switchnet Anfang 2008 die Baupläne des Snow Centre untersucht und mit den Facility Managern die Anforderungen an ein Video-Sicherheitssystem definiert. Um alle Sicherheitskriterien im Snow Centre zu erfüllen, hat Switchnet ein auf den MOBOTIX-Produkten basierendes Konzept mit 40 Kameras entwickelt – vier davon sollten in der Snow Box installiert werden.
„Das Snow Centre verfügte über keinerlei bestehende Infrastruktur, aber über ein leistungsfähiges IP‑Netzwerk. Zu den Anforderungen gehörten hochwertige Bilder und Tonaufzeichnungen in Innen- und Außenbereichen bei kalten Temperaturen“, erläutert Gregg Pike, der technische Leiter bei Switchnet. „In dieser Umgebung war MOBOTIX die ideale Wahl.“ Das von Switchnet erarbeitete Konzept für das Überwachungssystem sah die Installation einer kombinierten Gigabit Ethernet- und Glasfaser-Infrastruktur vor, mit der alle IT-, Telefonie-, WiFi- und IP‑TV-Funktionen im Snow Centre unterstützt werden sollten.
"Dank des dezentralen Aufbaus der MOBOTIX-Plattform lassen sich hohe Auflösungen und Bildfrequenzen erzielen, ohne das Netzwerk zu belasten", berichtet Pike. "Da die Bilder in der Kamera selbst verarbeitet werden, ist kein Kontrollraum für die Videoserver erforderlich. So konnte das Snow Centre eine Menge Geld sparen. Zudem können Mitarbeiter die Bilder der Überwachungskameras von beliebigen vernetzten Computern aus ansehen." Nach der Freigabe des Entwurfs begannen Ende 2008 die Installationsarbeiten für das Netzwerk sowie das Überwachungssystem.
Abschreckung durch Sicherheitssysteme
An Weihnachten wurde die Baustelle des Snow Centre Ziel von Vandalismus. Da das Bauunternehmen McAlpine Verzögerungen beim Projekt befürchtete, bat es Switchnet um Hilfe. Daraufhin wurde an einem erhöhten Punkt eine Überwachungskamera von MOBOTIX mit Nachtsichtfunktion installiert, mit der wenige Nächte später das Eindringen von Teenagern beobachtet werden konnte. Die Aufzeichnungen wurden an die Polizei weitergegeben, die die Täter mit den eindeutigen Bildern enttarnte. Danach traten keine Beschädigungen mehr auf.
Zuverlässiger Betrieb auch bei Minusgraden
Das Projekt schritt zügig voran, und im März 2009 wurden die MOBOTIX-Kameras in der Snow Box installiert. „Ein wichtiges Merkmal der MOBOTIX-Kameras ist, dass sie auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig funktionieren“, erklärt Pike. „Die Kameras in der Snow Box benötigen keine zusätzlichen Heizkomponenten oder Schutzgehäuse und liefern dennoch extrem scharfe Bilder.“
Alle 40 Kameras werden von einer Sicherheitszentrale im Snow Centre aus mithilfe der kostenfreien MxControlCenter-Leitstandsoftware überwacht. Durch die Implementierung eines dezentralen Überwachungskonzepts musste das Snow Centre nur geringe Investitionen in die Infrastruktur seiner Sicherheitszentrale vornehmen und konnte gleichzeitig von einer leistungsfähigen Video- und Alarmverwaltung mit integrierten Layout-Manager profitieren, auf dessen Basis Bediener schnell bestimmte Bereiche heranzoomen können. Nach einer kurzen Schulungsphase hatten sich die Anlagen- und Sicherheitsteams mit dem System vertraut gemacht und konnten in kürzester Zeit auf Ereignisse reagieren.
Kurz nach der Eröffnung im Mai 2009 kam es zu einem Vorfall, bei dem das MOBOTIX-System wertvolle Dienste leistete. An einem betriebsamen Tag wurde ein Feueralarm ausgelöst, so dass das Snow Centre evakuiert werden musste. Nachdem die Feuerwehr Entwarnung gegeben hatte, werteten die Facility Manager die Aufzeichnungen aus, um die Ereignisse in der gesamten Anlage nachzuvollziehen. Dabei entdeckten sie einen niedrig angebrachten und nicht gesicherten Feuermelder, der von einem Kind aktiviert worden war.
"Mithilfe des Sicherheitssystems von MOBOTIX konnte das Anlagenteam den Vorfall in kürzester Zeit aufklären", berichtet Pike. „Der Feuermelder wurde nach oben versetzt, um in Zukunft Fehlalarme zu vermeiden."
Reibungsloser Betrieb
Seit der Eröffnung des Snow Centre funktioniert die Überwachungslösung von MOBOTIX perfekt. Das System ist unauffällig und bietet dennoch eine 100-prozentige Abdeckung aller öffentlichen Bereiche der Anlage.
"Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeiter ist uns ein zentrales Anliegen", erläutert Surrey. "Dank unserer
Investitionen in MOBOTIX und der Gewissenhaftigkeit unserer Anlagen- und Sicherheitsteams können wir auf und abseits der Pisten für umfassende Sicherheit sorgen."

