Effiziente Flughafensicherheit
Coventry Airport – UK
Ideal zentral
Köln/Bonn liegt gerade einmal £ 15,99 (knapp 25 Euro) entfernt. Für den gleichen Preis kann man auch den schiefen Turm von Pisa oder die Rialto-Brücke in Venedig besuchen. Ganz klar: Als erster Low-Cost-Flughafen in Großbritannien bietet Coventry Airport weite Flüge für wenig Geld. Seit dem 31. März 2004 nutzt die TUI-Tochter Thomsonfly.com den ideal zentral im Herzen der englischen Midlands gelegenen Flughafen als Basis für günstige Flüge in 17 europäische Städte. Im November 2004 wird Coventry Airport auch für die deutsche Billigfluglinie Hapag-Lloyd Express zur Destination. Bereits ein knappes halbes Jahr seit Aufnahme des Ferienflugbetriebs sind mehr als 380.000 Reisende von hier aus gestartet. Innerhalb der ersten 12 Monate werden es wohl insgesamt 500.000 Passagiere sein.
Niedrige Kosten
Das Geheimnis des Erfolgs? Coventry Airport verfolgt das Ziel, die laufenden Flughafenkosten angesichts eines sehr hart umkämpften Marktes so zu minimieren, dass interessierte Fluggesellschaften ihre Flüge besonders günstig und damit konkurrenzfähig anbieten können. Das bedeutet allerdings auch, dass die Infrastruktur von Coventry Airport nicht ganz so luxuriös ist, wie die eines Großflughafens. Aber die Reisegäste verzichten gerne auf unnötigen Komfort, wenn sie auf diese Weise günstiger ans Ziel kommen.
Hohe Sicherheit
Bei aller Kostenminimierung – die Sicherheit kommt auf dem Flughafen Coventry auf keinen Fall zu kurz. Besonders vor dem Hintergrund der potenziellen Bedrohung durch den internationalen Terrorismus hat sie absolute Priorität. Um den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, hat sich Coventry Airport durch die Verwendung von MOBOTIX-IP-Kameras für ein Video-Überwachungssystem entschieden, das nicht nur von den Verantwortlichen im Verkehrsministerium gelobt wird, sondern auch als Vorbild für andere Flughäfen dient.
Auflagen und Vorschriften
Nach dem 11. September 2001 wurden vom britischen Verkehrsministerium zusätzliche Maßnahmen angeordnet, um die Sicherheit auf den Flughäfen des Landes zu erhöhen. "Über diese Sicherheitsmaßnahmen hinaus haben wir auf dem Coventry Airport besonderen Wert auf Videoüberwachung gelegt", erklärt Customer Service Director Mike Morton. "Um hier ganz sicher zu gehen, behalten wir unsere Passagiere vom Check-in bis zum Boarding und auch bei der Ankunft im Auge – also komplett in der Zeit, in der sie sich auf dem Flughafengelände befinden."
Ideale Lösung
Aber wie lässt sich so eine dichte Überwachung realisieren? Das ursprüngliche Videosystem (sechs analoge Kameras mit sechs Rekordern) erwies sich als völlig ungeeignet, diese Aufgabe zu erfüllen. "Analoge Videotechnik ist zu teuer, zu unbequem – und die Bildqualität ist ungenügend. Genug Gründe also, sich nach einer besseren Alternative umzusehen", erklärt Mike Morton. Die entsprechenden Recherchen führten unter anderem auch zu MOBOTIX, und recht bald stellte sich heraus, dass die digitalen Netzwerkkameras des Kaiserslauterer Unternehmens die ideale Lösung für Coventry Airport sind. "Die Kameras verfügen über einen Zwischenspeicher und können die Videosequenzen notfalls auch bei einem Serverausfall zwischenpuffern", erläutert Security Administrator Dilip Mistry. "Wenn das Netzwerk Probleme hat, lässt sich also problemlos immer noch auf den Speicher der Kamera zurückgreifen. Sind die Server dann wieder verfügbar, erhalten sie von der Kamera ein Update." Die Verkabelung sprach ebenfalls für MOBOTIX, da keine extra Stromleitungen erforderlich sind, sondern über die Datenkabel Energie zugeführt werden kann. "Auch die Datenkommunikation ist vorbildlich", ergänzt der Administrator. "So können wir uns theoretisch von überall über VPN in das Subnetz einwählen und uns – mit der erforderlichen Legitimation – die entsprechenden Bilder ansehen. Darüber hinaus sind MOBOTIX-Kameras stabil und robust, sie lassen sich problemlos installieren und upgraden."
Aussagekräftige Bilder
Bei so vielen Vorteilen ist es kein Wunder, dass auf dem verhältnismäßig kleinen Flughafen Coventry Airport immerhin 26 MOBOTIX-IP-Kameras im Einsatz sind, die jeden sensiblen Bereich im Fokus haben. Dazu gehören sieben Megapixel-Kameras, die durch ihre Zoom-Funktion auch auf weite Entfernungen, wie zum Beispiel vom Parkplatz, von der Check-in- und von der Abflughalle aussagekräftige Bilder liefern. Dabei sind sämtliche Kameras so angeordnet, dass entsprechende Sequenzen von jeder wichtigen Station übertragen werden, die ein Passagier durchläuft: Check-in, Sicherheitsschleuse, Passkontrolle, Abflughalle, Boarding-Gate. Und auch die Gepäckabfertigung wird ebenso genau überwacht wie die Ankunftshalle mit dem Gepäckband.
Alles im Blick
MOBOTIX Multiview macht's möglich: Alle Kamerabilder werden in einem Kontrollraum über einen ganz normalen Internet-Browser permanent beobachtet – 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. Die Funktion erlaubt sowohl die gleichzeitige Ansicht aller übertragenen Bilder als auch die genauere Betrachtung der einen oder anderen Kameraperspektive.
Das Wesentliche gespeichert
Die Aufzeichnungsfunktion der Kameras spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, damit bei außergewöhnlichen Vorfällen schnell geeignete Bilder verfügbar sind. Laut Gesetz müssen diese Videosequenzen 30 Tage archiviert werden. Jedoch wäre es eine Verschwendung von teurem Festplattenplatz, wenn 26 Kameras 30 Tage lang rund um die Uhr alle Bilddaten speichern. Deshalb zeichnen die Kameras nur dann auf, wenn sie jeweils in einem klar definierten Feld eine Bewegung wahrnehmen. Diese so genannte Event-Steuerung wird noch einmal besonders gemanagt, um Speicherplatz zu sparen: Die Kamera am Check-in-Schalter zeichnet zum Beispiel nur alle 90 Sekunden ein Bild auf. Das reicht deshalb völlig aus, weil ein Reisender sich im Durchschnitt etwa zwei Minuten an diesem Schalter aufhält. So erhält man dennoch von jedem Passagier ein gestochen scharfes Foto. Mit dieser Anordnung und Steuerung wurde am Coventry Airport ein Überwachungssystem ausgetüftelt, dem definitiv nichts entgeht. Jeder Passagier wird im Laufe seines Flughafenaufenthalts – im Interesse der Flugsicherheit – an allen wichtigen Punkten visuell registriert.
Vorbildliche Sicherheit
"Von dieser Lösung ist sogar das Verkehrsministerium beeindruckt", erklärt Mike Morton. Die natürliche Folge: Das Kamera-Überwachungssystem dient inzwischen als Vorbild für andere Sicherheitsprojekte. "Der Flughafen London-Heathrow plant derzeit ein neues Terminal. Vor kurzem ist ein Mitarbeiter bei uns vorbeigekommen, um sich unsere IP-Kameras anzuschauen", berichtet Mike Morton stolz. "Die Eisenbahngesellschaft Central Trains und die British Telecom interessieren sich ebenfalls für unser Überwachungssystem." Stellt sich nur noch die Frage, ob auch Mike Morton und seine Mitarbeiter mit der MOBOTIX-Lösung zufrieden sind. "More than satisfied – mehr als zufrieden", betont der Customer Service Director.
Verwendete Hardware
Kameras: 7 M10, 6 M1D-IT (Dual-Kameras), 13 M1M-SECURE (Single-Kameras) |