Reibungslose Abläufe im Öffentlichen Nahverkehr
Information und Sicherheit
Dichtes Netz
Bürgernähe wird in Kaiserslautern groß geschrieben. Das wird zum Beispiel an dem ausgeprägten Liniennetz des öffentlichen Personennahverkehrs deutlich: 13 Bus- und sechs Nachtbuslinien sowie etwa 450 Haltestellen im Stadtgebiet sorgen dafür, dass die 105.000 Einwohner der pfälzischen Metropole bequem von A nach B kommen. Und so ist es auch kein Wunder, dass ca. 13 Millionen Fahrgäste im Jahr das Angebot der TWK Verkehrs-AG nutzen. Die Verkehrs-AG ist ein Bereich der Technischen Werke Kaiserslautern GmbH (TWK), einem modernen Dienstleistungsunternehmen, das die Stadt mit Strom, Fernwärme, Wasser und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) versorgt.
100 Jahre mobil
Im Sommer 2005 wurde der ÖPNV in Kaiserslautern 100 Jahre alt. Für den Lohnkutscher Christian Fuchs war die Kaiserslauterer Gewerbeausstellung im Jahr 1905 ein Gewinn bringender Anlass, in München einen Pferdeomnibus zu kaufen. So konnte er die Besucher vom Bahnhof zur Ausstellung und wieder zurück bringen und 10 Pfennig pro Fahrgast und Fahrt kassieren. Seitdem hat sich der ÖPNV in Kaiserslautern immer wieder verändert: Pferdeomnibus, Straßenbahn (1916 – 1935), Omnibus (bis 1954), Oberleitungsbus (1955 – 1985) und seit 1986 schließlich der moderne Niederflurbus.
Heute sind 58 Fahrzeuge, darunter allein 27 Gelenkbusse, für den Bürger im Stadtgebiet unterwegs. Sie werden von 115 Fahrdienstmitarbeitern gesteuert und von sieben Verkehrsmeistern koordiniert. 36 weitere Mitarbeiter sind in der Verwaltung beschäftigt oder arbeiten bei der Westpfälzische Nahverkehrs-Service GmbH (WNS), einem Tochterunternehmen der TWK Verkehrs-AG, das Werkstattleistungen für Busse erbringt.
Reibungslose Abläufe
Um einen reibungslosen Ablauf des Busverkehrs zu gewährleisten, setzt die TWK Verkehrs-AG Netzwerkkameras von MOBOTIX ein.
Gute Anschlüsse
Kaiserslautern hat ein sternförmiges Liniennetz. Alle Buslinien beginnen und enden im Stadtzentrum an den Haltestellen Rathaus und Schillerplatz, die nur wenige Meter voneinander entfernt liegen. Diese zentralen Haltestellen sind also der Hauptumsteigeplatz für die Fahrgäste. In der zwei Kilometer Luftlinie entfernten Leitstelle der TWK Verkehrs-AG sind die Verkehrsmeister nicht nur dafür verantwortlich, dass alle Buslinien fahrplanmäßig verkehren, sondern auch dafür, dass jeder Fahrgast zu seinem Anschluss-Bus gelangt.
"Das ist nur möglich, wenn der diensthabende Verkehrsmeister einen direkten Einblick in die Situation vor Ort hat", erläutert Boris Flesch, Bereichsleiter der TWK Verkehrs-AG und Geschäftsführer der WNS. Deshalb wurden die Busse auf den Dächern nummeriert, um von den hoch an Laternenmasten angebrachten Kameras erfasst und identifiziert werden zu können. So ist der Verkehrsmeister dank der Bildübertragung jederzeit über die aktuelle Situation informiert und kann zum Beispiel den Fahrer eines Anschlussbusses über Funk auffordern, noch etwas zu warten, weil eine andere Linie sich ein wenig verspätet hat.
Neues System
Ursprünglich wurde diese Aufgabe mit analogen Kameras gelöst. "Allerdings war diese Technologie nicht optimal", erinnert sich der Bereichsleiter. "Es gab häufig Ausfälle aufgrund von Leitungsproblemen. Die Datenlast war zu hoch, die Bildrate zu gering, die Qualität reichte nicht aus und wir mussten mit Störungen klar kommen, die natürlich die Arbeit der Verkehrsmeister beeinträchtigt haben."
Aus Kaiserslautern für Kaiserslautern
Kein Wunder, dass man begann, über eine Erneuerung des Kamerasystems nachzudenken. Das führte schließlich dazu, dass an den zentralen Haltestellen fünf MOBOTIX Kameras installiert wurden. Der Grund für diese Entscheidung war für Boris Flesch im wahrsten Sinne des Wortes "nahe liegend": "Als Kommune sind wir natürlich zunächst einmal bemüht, die Wirtschaft in unserer Stadt zu unterstützen. Wir haben uns also gefragt, ob nicht ein Kaiserslauterer Unternehmen unser Problem lösen kann." Eine Betriebsbesichtigung bei MOBOTIX zeigte, dass die Kameras aufgrund ihrer technischen Beschaffenheit, ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und komfortablen Features die ideale Lösung für das Problem der Verkehrs-AG waren.
Problemlose Umrüstung
"Die Umrüstung verlief problemlos", berichtet Thorsten Moßmann, der als Mitarbeiter der K-net Telekommunikation GmbH für die Realisierung des Projekts verantwortlich war. K-net ist eine 70-prozentige Tochter der Technischen Werke Kaiserslautern und unter anderem der Netzwerkdienstleister der Kommune. "Die bereits vorhandenen Kupferkabel konnten für die digitale Übertragung weiter verwendet werden", erläutert Moßmann. "Wir mussten lediglich die alten Kameras und die Analog-Digital-Wandler entfernen und die Kameras anschließen. Die Bildsignale kommen nun auf einen zentralen Switch und werden dann via Glasfaserkabel über das kommunale Ethernet in die Verkehrsbetriebe-Leitstelle weitergeleitet. Dort befindet sich auch der Fileserver, auf dem die Bilddaten zunächst gespeichert werden."
Sicherheit für 11 Freunde
Zwei weitere Kameras überwachen das "11-Freunde"-Denkmal am Fritz-Walter-Stadion sowie eine weitere Skulptur vor der TWK-Zentrale, um Vandalismus vorzubeugen bzw. bei der Aufklärung solcher Delikte zu unterstützen. Bei diesen Kameras werden auch die Eventsteuerung sowie die entsprechenden Aufzeichnungsfunktionen der MOBOTIX Technologie genutzt. "Aber grundsätzlich dienen die Kameras nicht zur Personenüberwachung, sondern lediglich zum Schutz der betrieblichen Einrichtungen", erklärt Boris Flesch.
Nach mehr als 12 Monaten Einsatz stellt sich natürlich die Frage, ob sich das System inzwischen bewährt hat. "Dank der MOBOTIX Kameras haben die Mitarbeiter in der Leitstelle einen sehr guten und vor allen Dingen zuverlässigen Einblick in die aktuelle Situation an den beiden zentralen Haltestellen", antwortet der Bereichsleiter. "Dadurch können wir den Busverkehr effektiver steuern und für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Was wir erreichen wollten, haben wir mit den Kameras also auch erreicht."
Weitere Anwendungen
Der Erfolg der Installation und die leichte Bedienbarkeit der Lösung haben sicher auch dazu beigetragen, dass man bei der TWK Verkehrs-AG bereits über weitere Anwendungen nachdenkt. "Am Schillerplatz benötigen wir noch eine zusätzliche Kamera", sagt Boris Flesch. "Und ich könnte mir auch gut vorstellen, diese Technologie zur Geländeüberwachung des Betriebshofes einzusetzen."
Verwendete Hardware
Kameras: 4 M1D-Secure mit Tag- und Nachtoptik, 1 M1D mit Weitwinkel und Teleobjektiv nur für nachts, 2 M10M zur Denkmalüberwachung |