Schöner und sicherer wohnen
Wohnungsbau-Genossenschaft "Erfurt"
Zu DDR-Zeiten wurden oft gewaltige Wohnkomplexe aus dem Boden gestampft, welche heute in ihrem ursprünglichen Zustand weder gebäudetechnisch überzeugen, noch den Mietern ein attraktives Wohnumfeld bieten können. Dass es auch anders geht, beweisen die Wohnanlagen Györer Straße 1 – 4 und 5 - 7 im Norden der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Nach der Wende wurden sie von der Wohnungsbaugenossenschaft „Erfurt" (www.wbg-erfurt.de) in Bezug auf Isolation, Installation, Fenster, Aufzüge, Außenverkleidung auf den Stand der Technik gebracht. An der Südseite der Gebäude steigern vorgesetzte Balkone den Wohnwert der 1- bis 4-Zimmerwohnungen beträchtlich. Jetzt kann man sich an der frischen Luft über die großzügig gestalteten und sorgfältig gepflegten Grünflächen freuen.
Und dennoch waren viele der ca. 1500 Mieter und Genossenschaftsmitglieder nicht restlos zufrieden mit ihrem Zuhause. Störungen des Gemeinschaftsfriedens durch im Keller übernachtende Obdachlose, Graffiti-Schmierereien, Fahrzeugaufbrüche, „Klingel-Streiche", nächtlichen Lärm, Zeitungsdiebstähle aus den Briefkästen und manches mehr, was in Wohneinheiten dieser Größenordnung ohne geeignete Gegenmaßnahmen kaum vermeidbar ist, trübten die positive Grundstimmung der Mieter.
Sicherheit schafft Vertrauen
So setzte die WBG „Erfurt“ in einem ähnlichen Objekt schon seit geraumer Zeit auf die Videoüberwachung, um die tatsächliche und gefühlte Sicherheit der Mieter zu verbessern. Die dort zum Einsatz kommende analoge Kameratechnik stellte jedoch qualitativ nicht zufrieden: Unflexibel in der Anwendung, kompliziert in der Bedienung und unzuverlässig im Betrieb. Das Konzept des MOBOTIX-Secure-Partners TELEGANT GmbH aus Jena (www.telegant.de) überzeugte die Verantwortlichen der WBG „Erfurt“ schnell. Optimaler Anwendernutzen, geringe Betriebskosten und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis führten zum Auftrag. TELEGANT ist seit 1990 im Bereich elektronischer Sicherheits- und Zutrittskontrollsysteme tätig und vom VdS Schadenverhütung als Errichterbetrieb für Sicherheitsanlagen zugelassen.
Das Konzept
Jeder der Wohnblöcke in der Györer Straße 1-4 und 5-7 erhielt eine Concierge-Loge, die im wöchentlichen Wechsel 24 Stunden am Tag von einem Mitarbeiter eines Wach- und Sicherheitsdienstes besetzt ist. Den umfassenden Einblick in die Eingangsbereiche verschafft ihm innovative Megapixel-Kameratechnik auf IP-Grundlage von MOBOTIX. Das darauf beruhende TELEGANT-Concierge-Video-Monitoring-System wäre mit konventionellen analogen Videolösungen so nicht realisierbar. So hat TELEGANT eine einfach zu bedienende, aber dennoch umfassende Überwachungslösung speziell für Wohnanlagen geschaffen.
Das Grundkonzept wurde durch TELEGANT-Geschäftsführer Michael Rodmann erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der WBG “Erfurt“ eG gemeinsam optimiert. Die technischen Möglichkeiten der MOBOTIX- Kameratechnik, der Individualismus und Ehrgeiz eines Unternehmers und die Erfahrungen eines Wohnungsbauunternehmens ließen so ein ausgeklügeltes System entstehen, welches soviel Freiraum wie möglich belässt, aber auch soviel Überwachungsaufgaben wie nötig löst. Für die Wohnungswirtschaft ist dies eine ideale Plattform zur Steigerung der Attraktivität ihrer Objekte. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk MDR berichtete in einem Filmbeitrag ausführlich über dieses Projekt. Der überwiegende Tenor der Befragten: „Wir fühlen uns mit Concierge und Kameraüberwachung sicherer und wohler." Das ist allein deshalb kein Wunder, weil der Concierge nicht nur für Sicherheit sorgt, sondern eine Fülle zusätzlicher Dienstleistungen für „seine" Mieter erbringt: Annahme von Paketen und Reparaturen, Verkauf von Zeitungen, Briefmarken, Fahrkarten, Versenden von Faxen, Anfertigen von Kopien, für verreiste Bewohner Blumen gießen und den Briefkasten leeren und manches mehr. So schafft er für die Berufstätigen ein Stück mehr Lebensqualität und ist für die Älteren ein stets präsenter Ansprechpartner. Die beklagten Zustände sind als Folge der Maßnahmen schnell zurückgegangen, was natürlich zu deren Akzeptanz beitrug.
Kameras an den neuralgischen Punkten
Der TELEGANT-Projektverantwortliche Kommunikationselektroniker Dennis Nitschke installierte im Innen- und Außenbereich an sorgfältig ausgewählten Positionen 19 M22-Secure-Kameras und in den Concierge-Logen je eine D12Di-Secure- Kamera. Beobachtungsschwerpunkte sind die Eingangstüren und die dahinter liegenden Hauptflure, die Aufzugtüren im Erdgeschoss, Gebäudevorder- und -rückseiten und die Briefkastenanlagen. In jeder Concierge-Loge ist eine identische Technik, bestehend aus PC mit Alarmspeicher und Flachbildschirm, vorhanden. Das Monitorbild zeigt den Grundriss beider Gebäude und im Bild werden an den Kamerastandorten kleine Überwachungsbilder eingeblendet. Beim Auftreten eines frei definierbaren Alarmkriteriums im Bild macht ein roter blinkender Rahmen den Mitarbeiter des Wachdienstes darauf aufmerksam. Mit einem Mausklick kann er sich das betreffende Kamerabild in der vollen Bildschirmgröße darstellen lassen und entsprechend reagieren. Gleichzeitig wird das Bild oder die Bildsequenz zur späteren Auswertung aufgezeichnet. So konnte bereits einmal zur Aufklärung einer Straftat beigetragen werden.
Gegensprechen inklusive
Bei der technischen Umsetzung der funktionalen Vorgaben musste Dennis Nitschke einige Male in die „Trickkiste" greifen. So ist z.B. in allen Kameras der eingebaute Lautsprecher für gezielte Durchsagen des Wachmanns nutzbar. Der Postbote und auch die Bewohner können sich vor den Eingangstüren per Knopfdruck anmelden und werden über den elektrischen Türöffner eingelassen. Auch dieses Feature wird über die MOBOTIX-Kamera in Verbindung mit einem von TELEGANT speziell entwickelten Zusatzmodul realisiert.
Die überragende Schärfe der Kamerabilder macht die Identifikation der Personen problemlos möglich. Im Zweifelsfall klärt ein kleiner Dialog die Lage. Übrigens: Diese Funktionen sind vollständig über die eingebauten Features in den hoch auflösenden MOBOTIX-Kameras mit nur geringem Zusatzaufwand realisierbar! Mit konventioneller analoger Kameratechnik sind derart leistungsstarke Lösungen schlicht unmöglich.
Netz mit Funkabschnitt
Eine besonders knifflige Aufgabe bei der Realisierung stellte die Verbindung der zwei getrennten Gebäudekomplexe dar. Deren datentechnische Vernetzung mit Twisted-Pair-Kabeln wäre nur mit hohem technischem und finanziellem Aufwand möglich gewesen. Deshalb kam eine preiswerte und zuverlässige WLAN-Funkbrücke zum Einsatz, die ohne Performanceeinbuße beide Gebäudeteilnetze zu einem gemeinsamen verbindet. Als besonders angenehm wurde die Möglichkeit der Stromversorgung der Kameras über das Ethernet (Power over Ethernet: PoE) empfunden. Hier kommen von TELEGANT selbst entwickelte hochzuverlässige Power-Racks zum Einsatz. Diese speziell auf MOBOTIX-Netzwerk-Kameras zugeschnittene Lösung bietet durch ihre Redundanz eine besonders hohe Ausfallsicherheit.
Dank PoE spart man also Verkabelungsaufwand und durch die geringe Leistungsaufnahme der Kameras über die gesamte Lebensdauer beträchtliche Stromkosten. Nicht zuletzt ist die von MOBOTIX kostenlos bereitgestellte Software zur Administration ein starkes Argument für die eingesetzten Kameras.
Allseitige Zufriedenheit
Alle Beteiligten sind mit der gefundenen Lösung hochzufrieden. Die WBG “Erfurt“ eG vor allem, weil sie zu vergleichsweise niedrigen Kosten eine zukunftssichere, ausbaufähige Lösung zur Erhöhung der Sicherheit in ihren Mietobjekten in der Györer Straße erhielt. Das steigert die Wertigkeit und Akzeptanz der Immobilie durch einen höheren Wohlfühlfaktor bei den Mietern.
Einer der Concierges, Hartmut Wiegand, ist begeistert wie er als PC-Laie dennoch ohne Schwierigkeiten das System nutzen und bedienen kann. TELEGANT konnte sich als kompetenter Systempartner profilieren, der die anspruchsvolle High-End-Kameratechnik von MOBOTIX überzeugend zu einer kundengerechten Lösung „veredelt" hat und mit diesem Referenzobjekt auf das breite Interesse der Wohnungswirtschaft stößt. Und schließlich die Bewohner, die sich jetzt mit mehr Sicherheit in ihrer Wohnumgebung wohler als vorher fühlen.




