Sicher entspannen
Geländeüberwachung im Freizeitpark
Exotische Umgebung
Der Dschungelpfad windet sich quer durch den Regenwald. Etwa 500 Pflanzenarten und bis zu 14 m hohe, teilweise uralte Bäume wachsen hier. Der Weg führt an einem Wasserfall vorbei, ein schmaler Steg überbrückt den Mangrovensumpf. Es ist warm – etwa 28°C, und das bei knapp 60 % Luftfeuchtigkeit. Die Luft ist erfüllt vom Duft der Pflanzen und dem Konzert der Vögel. Der Wald lichtetsich und gewährt einen atemberaubenden Blick auf die Lagune: tiefblaues Wasser, weißer Sandstrand… Ein Tropenparadies – allerdings etwa 5.800 km nördlich des Äquators und circa eine Autostunde von Berlin entfernt: In der größten freitragenden Halle der Welt, auf 66.000 qm Innenfläche und in fünf Millionen Kubikmetern umbautem Raum ist mit dem Tropical Islands Resort Berlin-Brandenburg in der Niederlausitz eine authentische Tropenlandschaft von Menschenhand entstanden.
Bali-Lagune und Tropendorf
Etwa 7.000 Personen können sich gleichzeitig in der riesigen Halle aufhalten. Der 10.000 qm große Regenwald ist eine Welt für sich, die man auf dem fast einen Kilometer langen Dschungelpfad erkunden kann. Die angenehm warme Südsee mit dem langen Sandstrand lädt zum Relaxen ein, in der Bali-Lagune mit Grotte und Wasserfall, Strömungskanal und Wasserrutsche kann man vergnügt schwimmen. Das Tropendorf mit Original-Häusern aus verschiedenen Regionen, wie Thailand, Borneo, Bali, Polynesien, dem Amazonas und Kenia, wartet mit exotischer Gastronomie auf und auf der größten überdachten Wasserbühne Europas wird jeden Abend eine farbenfrohe Show geboten. Initiator des Paradieses ist der aus Malaysia stammende Geschäftsmann Colin Au. Er wurde von der Vision geleitet, die Tropen mit ihrem schönen und warmen Wetter ins kalte und graue Deutschland zu bringen. Eine Vision, die auch Arbeitsplätze schafft. Denn mehr als 500 Mitarbeiter kümmern sich im Tropical Islands Resort um das Wohlbefinden ihrer Gäste. Und 13 MOBOTIX Kameras tragen dazu bei, dass die Besucher sich sicher entspannen können.
Lange Geschichte
Die MOBOTIX Geschichte in der 360 m langen, 210 m breiten und 107 m hohen Halle beginnt bereits lange bevor das Tropenparadies entstand. Damals wurde der Standort noch für die Cargolifter-Idee genutzt. Bei diesem abenteuerlichsten Projekt der Luftfahrtgeschichte sollte ein gigantisches Luftschiff Lasten von bis zu 160 Tonnen von Kontinent zu Kontinent fliegen. In der entsprechend dimensionierten Werfthalle wurden bereits 2001 MOBOTIX Kameras der ersten Generation eingesetzt. "Wir wollten damals alles aufzeichnen, was rund um den Cargolifter in der Werfthalle passiert", erinnert sich Christian Heinrich, der seinerzeit als System-Administrator für die Cargolifter AG gearbeitet hat. Das ehrgeizige Cargolifter-Projekt scheiterte, das Tropical Islands Resort zog 2004 ein und die MOBOTIX Kameras blieben; ebenso Christian Heinrich, der zwar den Arbeitgeber gewechselt, aber den Job behalten hat. "Als wir uns für die Webcam interessierten, hatten wir auch ein Wettbewerbs-Produkt geprüft und festgestellt, dass es bei weitem nicht so flexibel war, dafür aber deutlich teurer. Für uns war damals schon klar: MOBOTIX ist genau das Richtige für uns. Und dabei sind wir auch geblieben."
Mehr leisten
Nach wie vor sind die Kameras an verschiedenen Hallenbögen befestigt und bieten einen schönen Überblick über die Südsee oder das Tropendorf. Inzwischen muss das Kamera-System jedoch wesentlich mehr leisten, als nur zu beobachten, was in der Halle passiert. Die Auflagen verschiedener Behörden sowie Konzernrichtlinien verlangen die Überwachung von neuralgischen Punkten. So wird zum Beispiel der Bereich kontrolliert, wo Gäste in kleinen, gemieteten Iglu-Zelten übernachten können.
Das Sicherheits-Personal ist mit Hilfe der MOBOTIX Kameras auch überall da im Bilde, wo es um Geld geht. So zum Beispiel der Check-Out- und der Merchandising-Bereich, die Kassenräume und Tresore. Selbstverständlich spielt die Zutrittskontrolle eine wichtige Rolle: Der Personaleingang, das Wirtschaftstor und die Serverräume werden ebenso von der MOBOTIX Technologie überwacht wie die Zufahrt zum Gelände. Hier jedoch sollen demnächst gleich zwei Aufgaben mit einer Kamera gelöst werden: Zum einen will man sich natürlich einen Überblick darüber verschaffen, welche Fahrzeuge aufs Gelände kommen. Zum anderen sollen mit Hilfe einer Kennzeichen-Erkennung statistische Daten erhoben werden. So lässt sich leicht ermitteln, aus welchen Regionen die Gäste kommen.
Passworte regeln Einblicke
Komplexes Netzwerk
Das ganze funktioniert über ein komplexes Netzwerk mit verschiedenen W-Lans. "Jede Kamera hat bei uns ihre eigene DHCP-Adresse, die vom Netzwerk verwaltet wird", erläutert Christian Heinrich. "Dadurch können wir problemlos den Standort der einzelnen Kameras verändern, da sie vom System direkt wieder identifiziert und automatisch eingebunden werden."
Selbstverständlich nutzt man auch die vielfältigen Aufzeichnungsmöglichkeiten der MOBOTIX Technologie. "Das ist notwendig, um mögliche Unregelmäßigkeiten auch im Nachhinein noch aufklären zu können", erläutert Christian Heinrich. "Dabei nutzen wir sowohl den bereits in den Kameras integrierten Speicher als auch zwei verschiedene Fileserver, die jeweils über eine Kapazität von 500 GB verfügen und redundant angeordnet sind." Die Kamera-Bilder werden mittels eines Ringspeichers über 28 Tage hinweg auf den Servern hinterlegt. Einige Kameras steuern ihre Aufzeichnung über Events, so dass nur dann Bilder gespeichert werden, wenn ein Ereignis eintritt. So lässt sich wertvolle Festplattenkapazität sparen.
Erstaunlich viele Möglichkeiten
Verwendete HardwareKameras: 2 x MOBOTIX D10-Dome Dual Secure WW, 4 x MOBOTIX M10 Mono Secure WW, 4 x MOBOTIX M10 Dual Secure WW + Tele, 1 x MOBOTIX M10, 2 x MOBOTIX M1Switches: 18 x Cisco Catalyst 3750Server: 2 x HP Compaq ProLiant DL 380Storage: 2 x LACIE 500 GB NAS ServerStromversorgung: 13 x MOBOTIX Netzteile mit Power-over-LAN-Adaptern |