Nippon Recycle Center, ein Unternehmen für Batterierecycling und Rohstoffrückgewinnung in Osaka, Japan, hat gemeinsam mit Konica Minolta Japan MOBOTIX M73 Wärmebildkameras installiert, die einen Temperaturanstieg in gelagerten Akkus erkennen, bevor daraus ein Brand wird.

Herausforderung

Die von Nippon Recycle Center wiederaufbereiteten Akkus sind zugleich Ressource und Risiko: wertvoll wegen der seltenen Metalle, die sie enthalten, und in der Lage, sich ohne Vorwarnung selbst zu entzünden. Das Unternehmen hatte bereits kleinere Brände durch Lithium-Ionen-Zellen erlebt, und die bestehenden Schutzmaßnahmen, isolierte Batterielagerung gekoppelt an eine Löschanlage, griffen erst, wenn ein Vorfall bereits im Gange war.

Nippon Recycle Center brauchte eine Möglichkeit, einen Temperaturanstieg zu erkennen, bevor er zum Notfall wird, auch während der unbesetzten Stunden in der Sammel- und Sortieranlage und perspektivisch auch an einer neuen Fertigungslinie, die unmittelbar mit Gefahrstoffen arbeitet. Importierte Wärmebildkameras auf dem Markt ließen sich nicht sauber in die vorhandene japanische Anlagentechnik und die hauseigene Software integrieren.

Lösung

Gemeinsam mit Konica Minolta Japan setzte das Unternehmen MOBOTIX M73 Wärmebildkameras ein, die auf frühzeitige Temperaturerkennung ausgelegt sind:

  • Bispektrale Bildgebung
  • Fein einstellbare Temperaturschwellen (bis zu 20 Ereignisse)
  • Konfigurierbare Erkennungszonen
  • Direkte Alarmierung

Vorteile

  • Prävention statt Reaktion: Ein Temperaturanstieg wird gemeldet, solange es noch bloße Wärme ist und weder Rauch noch Flamme. Aus einem Notfalleinsatz wird so eine Routinekontrolle.
  • Rund-um-die-Uhr-Überwachung: Die Kameras behalten die Lagerbereiche auch während der unbesetzten Stunden im Blick, in denen ein entstehender Brand sonst am längsten unbemerkt bliebe.
  • Gefahren werden sichtbar: Die bispektrale Bildgebung macht Wärme sichtbar, die eine herkömmliche Kamera überhaupt nicht zeigen kann, und gibt dem Personal direkten Einblick in ein Risiko, das früher unsichtbar blieb, bis daraus ein Brand geworden war.
  • Fehlalarme in Sekunden geklärt: Konfigurierbare Schwellenwerte und Zonen sorgen dafür, dass ein Alarm einen tatsächlichen Temperaturanstieg in genau diesem Bereich abbildet und nicht die übliche Hintergrundwärme.
  • Eine makellose Sicherheitsbilanz: Die Erkennung erfolgt heute deutlich vor dem Punkt, an dem die Löschanlage der Anlage sonst eingreifen müsste.

Umsetzung und Ausblick

  • Zeitplan: Die erste Kamera ging im April 2024 in Betrieb, im Oktober 2025 kamen zwei weitere hinzu, um die Abdeckung in der Sammel- und Sortieranlage zu erweitern.
  • Unterstützung: Konica Minolta Japan stimmt Schwellenwerte und Erkennungszonen laufend ab, wenn sich die Bedingungen vor Ort ändern, und hält das System so an der tatsächlichen Arbeitsweise der Anlage ausgerichtet.
  • Integration: Die für die neue Fertigungslinie geplanten Kameras werden direkt an die hauseigene Steuerungssoftware von Nippon Recycle Center angebunden und erweitern die Wärmebildüberwachung damit auf den Umgang mit Gefahrstoffen, statt sie als separates System zu betreiben.

Das Recycling von Elektrofahrzeug-Akkus soll in den kommenden Jahren zum Hauptgeschäft von Nippon Recycle Center werden, und die Wärmebildüberwachung ist von Anfang an Teil dieser Entwicklung und nicht erst nachträglich ergänzt.

Laden Sie die vollständige Fallstudie herunter

Erfahren Sie mehr über den Brandschutz bei Nippon Recycle Center.

Nippon Recycle Center (PDF, 3.73 MB)